Wie geht es weiter
Liebe Freunde,
dank eurer Unterstützung ist inzwischen viel passiert.
Der Brunnen ist im Bau. Damit bekommt die Familie und die Nachbarschaft endlich Zugang zu Wasser und kann das gepachtete Land dauerhaft bewirtschaften.
Omar schreibt uns regelmäßig. Mehr als einmal hat er gesagt: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich ihr die Menschen hier macht.“ Das freut uns sehr. Denn genau darum geht es: nicht um große Projekte, sondern um konkrete Hilfe, die das Leben von Menschen unmittelbar verbessert.
Da sogar Geld übrig geblieben ist, haben wir überlegt, wie wir als Nächstes sinnvoll helfen können.
Ich hatte Omar gebeten, in der Schule nachzufragen, was die Kinder brauchen. Das wurde zunächst etwas missverstanden. Man erzählte ihm, was der Schule fehlt. Das ist ebenfalls interessant und wichtig, doch unser Ziel ist es, den Kindern direkt zu helfen.
Obwohl der gambische Staat seit dem Kindergesetz von 2005 eine kostenlose Grundschulbildung garantiert, müssen die Familien viele Nebenkosten selbst tragen. Hefte, Stifte, Uniformen oder Schuhe sind für viele unbezahlbar. Die Ausgaben für ein Schulkind übersteigen oft das monatliche Budget einer Familie. Das ist einer der Gründe, warum noch immer viele Kinder keine Schule besuchen oder sie früh wieder verlassen.
Also fragte Omar die Kinder selbst.
Die Antworten waren bescheiden: Radiergummis, Schreibhefte, Bleistifte, Kugelschreiber, Schuhe und Schuluniformen.
Mit den verbliebenen Spendengeldern kauft Omar nun Schulmaterial im Wert von über 300 Euro. Alles vor Ort. Das Geld bleibt in der Region, und die Hilfe kommt unmittelbar bei den Kindern an.
Genau so haben wir uns dieses Projekt vorgestellt: unkompliziert, direkt und ohne Umwege.
Wir werden auch weiterhin dort helfen, wo Hilfe unmittelbar etwas verändert. Wenn du diesen Weg unterstützen möchtest, freuen wir uns über deine Spende.
Um euch eine Vorstellung vom Leben in Gambia zu geben, habe ich mal die Einkommen und Kosten recherchiert:
Eine ausgebildete Krankenschwester oder ein ausgebildeter Lehrer verdient pro Monat ca. 3’500 Dalasi (rund 50 Euro), ein Lehrer in Ausbildung erhält ca. 2’500 Dalasi (rund 35 Euro). Ein Kellner in einem Restaurant in den touristischen Gebieten verdient rund 5’000 bis 7’000 Dalasi (rund 70 bis 100 Euro) und ein Gärtner oder ein Zimmermädchen in einem Hotel erhält ca. 2’000 Dalasi (rund 30 Euro). Von diesen Einkommen müssen rund ein Viertel für den täglichen Arbeitsweg aufgewendet werden, da bleibt nicht mehr viel für das tägliche Leben und die Familie. Oder für Kosten der Schule, rund 400 Dalasi (rund 6 Euro) pro Monat und Kind.
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